Tuesday, December 16, 2008

Dahme-Spreewald ist der stärkste Kreis im Osten

Lübben. Hightech im Norden, Tourismus im Süden: Der Landkreis Dahme-Spreewald ist nach Einschätzung der Zeitschrift „Focus Money“ wirtschaftlich stärkster Kreis in den neuen Bundesländern. Auf der Rangliste aller 415 deutschen Landkreise rangiert der an Berlin angrenzende Kreis dem Magazin zufolge auf Platz 120. Brandenburg belegt im Ländervergleich den 12. Platz. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) bezeichnete Dahme-Spreewald am Dienstag als eine „wirtschaftliche Top-Adresse in Ostdeutschland“.



Wachstumsbranche Luftverkehr: Bei Trainico in Wildau werden Fluggerätemechaniker und Triebwerkstechniker ausgebildet. Foto: Uta Schmidt

Mit dem Bau des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) habe der Landkreis einen großen Entwicklungsschub bekommen, sagte Junghanns laut einer Mitteilung. Der Airport BBI in Schönefeld (Dahme-Spreewald), der Ende 2011 eröffnet werden soll, werde mit den Ansiedlungen im Umfeld noch mehr Wachstumsimpulse geben. Schon jetzt habe sich der Landkreis in Wildau mit der Technischen Fachhochschule und dem Technologiezentrum als Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrttechnik profiliert.

Im Süden des Landkreises spiele der Tourismus eine große Rolle, so mit dem Spreewald und dem Freizeitprojekt Tropical Islands in der ehemaligen Luftschiffhalle.

Friday, December 12, 2008

In Lübben wird weiter gepflastert

Wie könnte der Lübbener Straßenzug Am Schutzgraben, Am kleinen Hain und Brauhausgasse nach seiner Sanierung aussehen?
In Lübben wird weiter gepflastert

Voraussichtlich ab dem nächsten Jahr wird die Straße Am kleinen Hain saniert. Dafür hat Architekt Heinz Nagler vorgeschlagen, die Fläche vor der Feuerwache zu beräumen, um einen freien Blick auf den Giebel des Schlosses zu haben. Für die Schüler der Spreewald-Schule, die mit dem Bus fahren, könne eine Wartefläche anstelle des Heizhauses angelegt werden, das abgerissen werden soll. Foto: I. Schirling
Die Stadt hatte Professor Heinz Nagler, mit dem sie gemeinsam unter anderem auch die Ideen für den Marktplatz entwickelte, beauftragt, Vorstellungen zu erarbeiten. Diese präsentierte er dem Bauausschuss, der sich dafür aussprach, dass die drei Straßen ein einheitliches, gepflastertes Bild abgeben sollen. Er folgte auch Naglers Vorschlag, für mehr Grün zu sorgen. Ein mögliches neues Fließ erschien dagegen als Option für die fernere Zukunft.


Der Straßenzug, der das Lübbener Zentrum im Norden begrenzt, ist der letzte im Sanierungsgebiet Altstadt, der neu gestaltet werden soll. Von einer «relativ monotonen, tristen Angelegenheit» sprach Nagler mit Blick auf die einseitige Bebauung mit Wohnblöcken Am kleinen Hain. Die Straße Am Schutzgraben dagegen sei mit ihrem alten Pflaster und den breiten Bordsteinen «mittelalterlich kleinräumig und schön» . Allen drei Straßen sei «vor allem bei Regen anzusehen, dass sie erneuerungsbedürftig sind» .
Sie sollen mit den bereits sanierten Straßen und dem Marktplatz optisch eine Einheit bilden, sagte Frank Neumann, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung. Das würde Pflaster bedeuten. Trotzdem präsentierte Nagler verschiedene Varianten, die von kompletter Pflasterung über Pflaster und Asphalt im Wechsel bis hin zu einer durchgehenden Asphaltfahrbahn für Am kleinen Hain zwischen der Feuerwache und Am Schutzgraben reichten.
Letztere Variante sagte Rolf Quasdorf (CDU) zu. «Dort schlafen Leutchen, und ein Wechsel von Pflaster und Asphalt gibt unheimlich Lärm.» Sabine Minetzke, sachkundige Einwohnerin, erklärte: «Ein häufiger Wechsel von Asphalt und Pflaster sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt.» Zwar mache Granitpflaster «etwas mehr Krach, aber es passt zu der Stadt» . Ulrich Krumpe, sachkundiger Einwohner, sprach sich ebenfalls dafür aus, in das Stadtzentrum mit Schwarzdecke keinen Stilbruch zu bringen.
Quasdorf gefiel die Idee des Architekten, die Fläche vor der Feuerwache zu beräumen, um freien Blick auf den Giebel des Schlosses am Hain zu bekommen. Was Naglers Vorstellung von einer Baumreihe entlang der Straße vor den Wohnblöcken betraf, sagte Quasdorf: «Bäume sind nicht nur etwas Schönes. Sie werfen auch Laub ab, was bei Nässe gefährlich werden kann. Außerdem handelt es sich um die Nordseite der Häuser. Deshalb sollten die Bäume klein gehalten werden, damit es nicht zu dunkel für die Bewohner wird.»
Zu den Vorstellungen des Architekten gehört auch, das Vorfeld der katholischen Kirche neben der Schule mit einem kleinen Baumhain aufzuwerten. «Das ist eigentlich ein schöner Bereich. Es kann nicht sein, dass er als Schulfläche nur von 9 bis 14 Uhr genutzt wird» , begründete Nagler. Seiner Ansicht nach «müssten auch die Zukunft der Feuerwehr an diesem Standort überdacht und Optionen für dieses Feld entwickelt werden» – ein Denkanstoß, den Rolf Quasdorf als «nicht neu» bezeichnete.
Gleiches gilt für die Zukunft des Gewerbegeländes Am kleinen Hain, dem ehemaligen KIB. In der längerfristigen Planung der Stadt ist dort Wohnbebauung vorgesehen. Dafür spreche «die wunderbare innerstädtische Lage» , sagte Nagler. Er wünsche sich auch eine Diskussion über die Idee, ein Fließ vom Schutzgraben entlang der Straße Am kleinen Hain anzulegen, das in Höhe der Feuerwache in die Spree münden könnte. Habe es doch früher dort tatsächlich Fließe gegeben. «Das kommt vielleicht etwas spinnert daher. Aber es könnte als Option für die Zukunft geplant werden und wäre für das Image und das Stadtbild gut.»
Sabine Minetzke mahnte eine Aufweitung der Fahrbahn für die Haltestelle der Schulbusse an, sonst könne es bei einer Begegnung von Bus und Lkw eng werden. «Dass sich dort ein Lkw und ein Bus begegnen, ist ein Sonderfall. Und ich lege keine Stadt für Sonderfälle an» , stellte Nagler eine Prämisse seiner Arbeit klar.

Saturday, November 22, 2008

Wednesday, November 05, 2008

Mission inpossible

Heute haben wir bei unserem monatlichen Konvent über die Möglichkeiten von "Mission heute" diskutiert. Natürlich war der Verlauf für mich absolut unangenehm. Ich möchte den heutigen Tag aber dennoch zum Anlaß nehmen, mich in einigen Esays dem Thema zu nähern. Schon heute bieten sich mir eine Serie interessanter Fragen an:

- wann waren Missionierungen erfolgreich?
- welche circumstantiae führten zur erfolgreichen Mission?
- in welchen zeitlichen Intervallen geschieht Mission?
- wer ist Subjekt der Mission und wer Objekt?
- gibt es einen idealen Zustand christlicher Gemeinde, der von selbst zur Missionierung führt?

Grundlage unserer Diskussion war ein Albertus Magnus Vortrag von Prof. Michael Gabel. Er glaubte für Ostdeutschland einen Ternar auszumachen: Migration, Minderheit, Mission.

Obwohl die Argumentationen brüchig wirken, ist die Konsequenz richtig: gerade aus der Erfahrung der Migration und des Zustandes Minderheit zu sein, könnten die besten Ideen für die Zukunft kommen!

Fragen:

1. Sind Christen nicht immer Migranten?
2. Sind Christen nicht immer Minderheit?

Friday, October 17, 2008

Marcel Reich-Ranicki im Gespräch mit Thomas Gottschalk

Nachdem Reich-Ranicki den Fernsehpreis abgelehnt hat kam es am heutigen Abend zu einer Diskussion mit Gottschalk dabei zitierte er - wie ich meine zu Recht:

Es ist nicht wahr, was man gewöhnlich behaupten hört, daß das Publikum die Kunst herabzieht; der Künstler zieht das Publikum herab, und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfiel, ist sie durch die Künstler gefallen. Das Publikum braucht nichts als Empfänglichkeit, und diese besitzt es. Es tritt vor den Vorhang mit einem unbestimmten Verlangen, mit einem vielseitigen Vermögen. Zu dem Höchsten bringt es eine Fähigkeit mit; es erfreut sich an dem Verständigen und Rechten, und wenn es damit angefangen hat, sich mit dem Schlechten zu begnügen, so wird es zuverlässig damit aufhören, das Vortreffliche zu fordern, wenn man es ihm erst gegeben hat.

Friedrich Schiller in der: "Braut von Messina"

Thursday, October 16, 2008

weil und wozu

Wenn wir unser Leben oder die Geschichte betrachten fragen wir gern nach Ursachen. Der dreißigjährige Krieg ging zu Ende, weil..... usw. Tatsächlich sind dies oft unbeweisbare Behauptungen, die lediglich auf Grund einer oberflächlichen narrativen Struktur hin plausibel erscheinen und bei genauerer Betrachtung in sich zusammenbrechen. In der Regel sind die meisten Ereignisse so komplex, dass wir die Frage nach dem "weil" garnicht beantworten können.

Die Frage nach dem "wozu" erscheint noch schwieriger, da sie in die Zukunft weist. Letztlich liegt die Antwort dann auch in der Freiheit des Fragenden. Ein religiöser Mensch mag sie vielleicht an eine Gottheit delegieren:
"Gott hat mir mit diesen Ereignis den Weg in diese oder jene Richtung weisen wollen". Diese religiöse Sichtweise ist nicht zu verachten, da im Hintergrund immer auch ein Wertekanon aktiviert wird. 
Wie auch immer der Mensch sich die Frage nach dem "Wozu" auch stellt, es bringt ihn auf seinem Lebensweg voran, während die Frage nach dem weil oder warum letztlich in die Irre führen muss.

Wednesday, October 15, 2008

Manuel





Lindas Mutter hat sich in der Lieberoser Heide festgefahren